Mittwoch, 18. Mai 2016

Alles neu macht der Mai

Die letzten Wochen waren wieder sehr ereignisreich, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Im letzten Monat war ich krank, da plagte mich eine Gürtelrose. Unglaublich, was man alles so kriegen kann… Die habe ich aber Gott sei Dank rückstandslos überstanden. Hat mich aber sehr mitgenommen und ich war total schlapp und antriebslos.

Dann hatte ich seit zehn Jahren das erste Mal wieder ein Kolik im Stall. Dieses Mal hat es Dango erwischt. Der gleich herbeigerufene Tierarzt diagnostizierte eine Darmverschiebung. Das hatte ich wirklich noch nie. Die Tatsache, dass diese Kolik drei Tage später erneut auftrat, bestärkte mich darin, mein Großprojekt "Pferdepaddock" schneller in Angriff zu nehmen, als eigentlich geplant.

Aber der Reihe nach:

Dango macht mir überhaupt ein bisschen Sorgen. Seit diesem Winter ist seine Arthrose schlimmer geworden. Er kommt morgens doch recht klamm aus der Box, geht insgesamt steif und bedächtig. Er ist dieses Jahr 19 geworden. Das ist zwar ein stolzes Alter, aber noch lange kein Grund zum alten Eisen zu gehören. Aufgrund der Arthrose beschloss ich, sowohl Cera als auch Dango in die beiden Außenboxen umzusiedeln und dafür den Auslauf vor den Boxen deutlich zu vergrößern. Nichts hilft bei Arthrose besser als viel Auslauf. Dieses Projekt war für den Spätsommer geplant. Nun habe ich es vorgezogen.

Dafür mussten leider Madrigal und Cornette ihre Plätze mit meinen beiden tauschen. Für Pferde und Besitzer eine bittere Pille. Aber Gesundheit geht nun mal vor.

Das Projekt war deshalb so aufwändig, weil ich nicht nur den Hundeauslauf aufgeben musste, sondern auch noch Altzäune entfernen, die schon seit über 15 Jahren in der Erde stecken: Drahtgitter, Maschendrahtzaun und vergammelte Holzlatten. Der Bereich war früher einmal Ziegenauslauf und Überweg zur Weide.

Den alten Holzzaun konnte ich alleine entrümpeln, aber den alten Draht kriegte ich einfach nicht aus der Erde. Mein schwacher Rücken ist da leider auch keine große Hilfe. Wie gut, dass einen Abend Sabrina Zeit hatte. Gemeinsam konnten wir die Drahtreste ausgraben. Sie gingen deshalb so schwer raus, weil sie von den Pappeln überwurzelt waren. Aber wir haben es geschafft.

In einer großen Sonntags-Aktion, die auch Sabrina organisiert hatte, räumten wir die Reste beiseite. Julia und ihr Mann Frank, Gesine, Sabrina, Anna und Manuel packten kräftig mit an. Ein großes Hindernis war die alte Hundehütte. Die hatte ich in den Tagen zuvor schon zum Teil auseinander gebaut. Sie war aber immer noch so schwer, dass ich sie nicht einmal um wenige Zentimeter anheben konnte, geschweige denn wegtragen. Selbst mit mehreren Mann konnten wir nichts ausrichten. Frank hatte die glorreiche Idee das Teil mit unseren großen Plastiktonnen zu bewegen. "Das haben die alten Ägyptern schon mit den Steinquadern für ihre Pyramiden so gemacht", meinte er, "das muss klappen!"

Gesagt, getan. Nun steht das Monstrum in der hintersten Ecke des Reitplatzes.

Von den Aufräumarbeiten gibt es ein Video:



Ich bedanke mich bei allen, die so tatkräftig mit angepackt haben. Alleine hätte ich das nie geschafft!

Der erste Schritt zum Cero-Dango-Paradies war also getan. Jetzt mussten noch die Bauzäune, die als Hundegitter fungierten, weggeräumt werden und die Roundpengitter umgestellt. Wieder bot sich Sabrina an, mir zu helfen. Die Bauzäune sind nicht schwer, aber total unglücklich wegzutragen. Wir hatten in den letzten zwei Wochen immer viel Wind, und obwohl die Zäune in der MItte nur aus dünnem Draht bestehen, werden sie umgeweht. Bei drei Metern Länge kann einer allein kaum dagegen halten. Sabrina kam schon zur Mittagszeit, damit uns der ganze Nachmittag für die Umbauten Zeit blieb. Und das war auch gut so, denn während der Arbeiten stößt man ja doch immer wieder auf unerwartete Probleme!

Erst wollte ich mit dem Umbau auch bis nach Pfingsten warten. Was wenn wir nicht fertig werden würden? Die Pferde konnten ja nicht ewig draußen bleiben, und waren die Zäune erst einmal abgebaut, hätte ich nicht gewusst, wo ich die "Draußen-Pferde" hätte zwischenparken sollen…

Sabrina ist ja immer zuversichtlich. Klar, das schaffen wir locker! Na ja, so ganz locker war es nicht. Aber es hat geklappt: Erst die Hundegitter wegtragen, dann versuchen, die Roundpen-Gitter in einer Reihe als Zaun neu aufstellen. Ich habe nicht gewusst, dass ein Roundpen nur dann sicher steht, wenn er zu einem Kreis, bzw. Halbkreis aufgestellt ist. In einer geraden Linie stehend, kippen die Gitter gemeinschaftlich um! Schade, dass ich nicht filmen konnte, wie sich Sabrina dagegengestemmt hat, um die Reihe zu sichern, während ich in den Stall rannte, ein Seil zu holen, um den Anfang am Stallpfosten festzubinden. Es musste schnell gehen. Wäre die Reihe umgekippt, wir hätten sie kaum wieder aufrichten können. Ich griff mir mein altes Ringrope. Für was das doch alles gut ist!

Weil mir die Gitter zu wackelig schienen – auch nachdem wir sie am Anfang mit Schrauben gesichert hatten, schlugen wir einige meiner Weidepfosten zur Sicherung in den Boden und banden sie daran fest. Jetzt steht der Zaun sicher genug. Zumal ich weiß, dass meine beiden Pferde keine Rabauken sind…

Auch von dieser Aktion habe ich ein kleines Video:




Völlig k.o., aber zufrieden, sammelt wir am späten Nachmittag die Pferde vom Paddock.


Nun war Organisation gefragt, denn nur Danny und Rasga bewohnten noch ihre alten Boxen. Keines der Pferde würde also sein neues Zuhause finden. Wir haben sie einzeln geführt. Erst einmal Danny und Divina. Divina wohnt jetzt in Dangos alter Box. Dann Cera und Dango, die nach draußen gingen. Zuletzt Madrigal und Cornette.

Die beiden hatten schon auf dem Paddock spitz gekriegt, dass irgend etwas im Busch war und sind wie von der Tarantel gestochen in den Stall gelaufen. Aufhalten ging nicht! Wie immer wollten sie in ihr altes Zuhause. Madrigal war sichtlich aufgebracht, dass dort schon andere Kumpels eingezogen waren. Er hat den ganzen Tag gewiehert – obwohl seine Cornette direkt neben ihm in der Box gefressen hat. Er war schon besorgt, wenn Cornette an Danny Interesse zeigte.

Und meine beiden "Offenstaller": Cera war anfangs begeistert, schließlich wuchsen überall noch Grasbüschel und Löwenzahn, die ihr gleich zum Opfer fielen. Dango war wie immer besorgt. Er kam zu jedem, der den neuen Paddock begutachtete zum Tor und schien zu sagen: Schön, dass du kommst. Hol mich in meine alte Box. Ich wohne ja gar nicht hier… Der neue Stall hat ein Blechdach, was bei starkem Wind Geräusche macht, und auch die Roundpen-Gitter machen seltsame Geräusche, wenn man dagegen stößt. Das war für Dango doch sehr aufregend. Pferde sind doch Gewohnheitstiere. Alles, was neu und anders ist, wird erst einmal abgelehnt.

Inzwischen sind vier Tage vergangen. Die Aufregung hat sich etwas gelegt, aber ich muss die Pferde immer noch einzeln reinholen. Was ich aber jetzt schon feststellen kann, dass die viele Bewegung – Cera und Dango laufen den ganzen Tag hin und her, Dango sehr gut tut. Er ist schon jetzt etwas wacher und mobiler geworden. Und er hat sich mit seiner neuen Umgebung angefreundet.

Im Anschluss noch ein paar Fotos, die Angela am Samstag gemacht hat. Da seht ihr, wie schön alles geworden ist.



Ich bin begeistert, wie gut sich die beiden verstehen.




Platz ohne Ende. Rechts seht ihr noch einen gespannten Zaun. Den werde ich in den nächsten Tagen entfernen, wenn sich beide gut eingelebt haben. Dann haben sie noch ein Stückchen Weide zusätzlich.


Da stehen beide einträchtig nebeneinander und fressen Heu in der Einzelbox. Nicht, dass es für beide einen Fressplatz geben würde…



Hier fange ich gerade an, die Hundehütte wieder zusammenzubauen. Cera muss natürlich genau sehen, was ich da mache und würde am liebsten mithelfen.


Mein Paradies…


Apollo und Zeus müssen jetzt durch den Cera-Dango-Paddock hindurch, wenn sie zur Weide wollen. Wie schön, dass sich meine Pferde mit ihnen gut verstehen. Sie haben sogar schon im Pferdepaddock geschlafen!



Mittwoch, 30. März 2016

Kleiner Abendspaziergang meiner Hunde

Kennt ihr das? Da sitze ich hier so gemütlich am PC, in einer Hand das Telefon, um mit Silke Vallentin Änderungen für ihr Buch zu besprechen, wollen die Hunde nach draußen. Na ja, ist auch Zeit für ihr Abend-Pipi. Das war so gegen 22.00 Uhr.

Eine gute Stunde später – ich bin immer noch am Telefon – denke ich: Ist so ruhig draußen! Oft liegen die Hunde einfach im Gras und genießen die frische Abendluft.



Ich sag noch zu Silke: "Warte einen Moment, ich muss mal die Hunde reinholen", und werfe beiden einen Snack auf ihre Liegefläche.

Aber als ich die Terrassentür aufgemacht hatte: Gähnende Leere. Mist! Keine Hunde mehr da, dafür eine sperrangelweit aufgerissene Gartenpforte! Ich hatte am frühen Abend noch Besuch gehabt, der wohl die Pforte nicht geschlossen hatte. Ich habe ihn mit allerlei Verwünschungen bedacht!

Ich also rein in meine Jacke, Taschenlampe geschnappt und ab auf die Schulstraße. Kein Hund weit und breit. Inzwischen war es ja schon nach Mitternacht. So richtig laut rufen wollte ich da auch nicht mehr.

Gott sei Dank sah ich Licht in der Wohnung bei Anna und Manuel. Die mussten mir bei der Suche helfen. Ich hätte ja gar nicht gewusst, in welche Richtung ich zuerst hätte laufen sollen.

Wenn mir die Hunde ausbüxen habe ich immer ein ungutes Gefühl. Wurden sie angefahren? Haben sie einen fremden Hund angemacht? Haben sie einen Autounfall verursacht?

Eigentlich muss ich mir keine Sorgen mehr machen, denn sie sind bisher immer wieder von alleine zurückgekommen. Aber nun waren schon zwei Stunden vergangen und sie waren immer noch nicht da. Ich verfalle dann immer in ein Gefühl von Panik. Auch die Tatsache, dass nach Mitternacht kaum noch Autos fahren und auch keine Hunde-Spaziergänger mehr da sind, hat mich nicht wirklich beruhigt.

Unterwegs traf ich unseren Jachtpächter, der zu später Stunde nach Hause fuhr (er wohnt ganz am Ende der Straße mitten in der Wildnis). Als er erfuhr, dass ich meine Hunde suche, erhielt ich erst einmal einen Vortrag, dass frei laufende Hunde unerwünscht seien und sein Wild vertreiben würden. Ach was!


Zeus liegt auf der Pferdeweide auf der Lauer


Apollo: Immer auf der Hut.

Anna und Manuel und ich haben uns dann noch jeder mit seinem Auto auf den Weg gemacht. Man schafft deutlich mehr Wegstrecke in kürzerer Zeit!

Ich war nach einer Rundreise durchs Dorf gerade auf dem Weg zu unserem kleinen Einkaufszentrum und hatte mir überlegt die Hunde nun bei der Polizei als vermisst zu melden, als der erlösende Handy-Anruf kam: Anna und Manuel hatten die Hunde auf der Hauptstraße gesehen. Sie hatten offenbar mein Auto gehört und waren mir hinterher gelaufen, dann aber in eine Seitenstraße abgebogen.

Was für eine Erleichterung. Die Seitenstraße führte wieder in mein Wohnviertel mit den vielen kleinen Einzelhäusern und Stichstraßen. So waren sie dann schneller wieder zu Hause, als ich den Weg mit dem Auto zurückgelegt hatte.

Sie waren kein Stück abgekämpft. Sie hatten sogar noch die Kraft, Anna auf dem Grundstück zu verbellen. Sie haben unheimlich viel getrunken, und Zeus liegt hier wie tot und schläft. Apollo ist unruhiger visiert mich immer an und wedelt dann. Ich glaube, der ist noch viel froher, wieder im heimischen Wohnzimmer zu sein!

Puh, was für eine Aufregung. Das muss ich kein zweites Mal haben!!!

So, und jetzt trinke ich ganz in Ruhe eine weitere Tasse Tee, zünde mir genüsslich eine Zigarette an und beruhige mich wieder!



Die zwei können kein Wässerchen trüben!


Sonntag, 6. Dezember 2015

Vor-Nikolausi bei mir

Überall finden derzeit Weihnachtsfeiern statt. Da wollen wir bei mir im Stall doch keine Ausnahme machen! Allerdings ohne Tannenzweige und Kerzen und ohne Absingen von Weihnachtsliedern… 

Wie in den letzten Jahren auch, hat sich Sabrina bereit erklärt, die Terminabsprache für alle zu übernehmen, so dass unser Treffen dieses Jahr auf einen Samstag gefallen ist, damit alle dabei sein können.

Wir treffen uns traditionsgemäß am Vormittag zum Stallmachen und anschließend zum geselligen Beisammensein in meinem Wohnzimmer. Und weil nur Kuchen- und Plätzchen essen und Klönen langweilig ist, spielen wir anschließend das Wortspiel "Tabu".

Wer es nicht kennt: Zwei Teams spielen gegeneinander Begriffe-Raten. Ein Teammitglied darf eine Minute lang Begriffe (die auf Spielkarten stehen) erklären, die das eigene Team dann erraten muss. Das wäre nicht weiter spannend – wenn es nicht die Regel gäbe, dass ganz wesentliche Worte bei der Erklärung nicht erwähnt werden dürfen. Ginge es um den Eifelturm, dann wären Worte wie Frankreich, Paris, Eisen, Gebäude nicht erlaubt! Und erklärt mal den Begriff Salamander, wenn "Schuhe", "Tier", "Reptil" und "gestreift" nicht vorkommen dürfen…

Wir hatten jedenfalls eine Menge Spaß und haben viel gelacht!

Aber der Reihe nach: Weil wir so viele Helfer waren, wurden nicht nur die Boxen gründlich gemistet, sondern auch die Eingänge der Halle und des Stalls von Unkraut befreit und gefegt. Wir konnten sogar eine Menge Laub vom Reitplatz harken. Der kräftige Wind hat den Hufschlag fast trocken gepustet. Julia hat den Hufschlag geharkt und Manuel und ich haben uns mit der neuen – leider nicht passenden – Stalltür beschäftigt. Dazu wird es einen eigenen Beitrag geben, denn diese Geschichte ist wirklich zu und zu komisch…


Hier seht ihr Julia, Manuel, Sabrina und Anna bei einem kleinen Kickerduell. Der Kicker gehört Manuel und wir haben ihn seit dem Flohmarkt in der Gastbox in der Halle zwischengeparkt.

Der Rest der Truppe – Gesine, Susanne, Angela und ich waren unterdessen mit den Hunden auf der großen Wiese spazieren.


Dann ging's ab zum Kaffeeklatsch – mit leckeren Plätzchen, selbstgemacht von Angela, gesunden Manderinen und der immer wieder grandiosen Käsesahnetorte von Sabrina.


Wie aus der Konditorei! Sabrina ist inzwischen zu unseren Tortenback-Meisterin geworden und könnte glatt als Konditorin arbeiten.


Unsere traute Runde. Leider fehlt Antje an diesem Nachmittag. Sie musste kurzfristig absagen, weil ihr Mann überraschend ins Krankenhaus kam. Wir haben an sie und ihren Mann gedacht und wünschen ihm natürlich alles Gute und rasche Genesung!


Angela und Gesine. Angela ist ja auf den ganzen Bildern nicht zu sehen, weil sie die Kamera gehalten hat!


Hier amüsieren sich Gesine und Anna.


Von all dem unberührt hält meine Jenny ihr wohlverdientes Nickerchen auf Manuels weicher Weste!


Zeus liegt gelangweilt auf seiner Decke herum. Ihm war das nicht genug Action, während sich Apollo wieder unter meinem Schreibtisch versteckte, weil ja so viele Menschen im Wohnimmer herumwuselten.

Am frühen Abend musste Manuel weg, er hatte noch eine zweite Weihnachtsfeier bei seinen Kollegen! So hat er auch unsern leckeren Abendsnack verpasst. Nach dem vielen Süßkram kriegt man Appetit auf etwas Herzhaftes. Deshalb habe ich schon am Vortag einen Blumenkohlsalat gemacht und dazu Gemüsestreifen mit allerhand Soßen zum Dippen. Von Manuel und Anna kamen 4 weitere Dips dazu und selbstgebackenes Brot.

Ich wollte gerade in die Küche, um alles aus dem Kühlschrank zu holen, als Julia, Sabrina und Susanne unbedingt und schnell noch einmal zum Auto mussten… Merkwürdig…

Schon letztes Jahr haben wir beschlossen, dass wir uns nichts zu Weihnachten und nichts zum Geburtstag mehr schenken wollen. Das nimmt uns den Stress, uns jedes Mal etwas Nettes Ausdenken zu müssen, um den anderen zu überraschen.


Dieses Mal haben sich meine Reitschüler aber nicht daran gehalten! Sie hatten für mich eine Überraschung vorbereitet. Ich habe nicht schlecht gestaunt…


Das, was wie die Erstausstattung für meinen neuen Gemüsestand auf dem Wochenmarkt aussieht, deckt meine gesunde Ernährung für mindestens die nächsten zwei Wochen! Meine Reitschüler hatten allerhand frische Salate gekauft, Spinat, Grünkohl, zwei Basilikum-Pflanzen, Tomaten, Wirsingkohl und Zwiebeln, Zucchini und Süßkartoffeln. Dazu jede Menge frisches Obst, Nüsse und ein ganzes Kilo Honig!

Was für eine tolle Idee! Ich hatte wirklich Mühe, alles in meinem Kühlschrank zu verstauen. Und über den Honig freue ich mich auch besonders, weil ich ja nach wie vor raffinierten Zucker vermeide und alles mit Honig süße…


Die nächsten Smoothies sind mir jedenfalls sicher, und jede Menge gesunder Salat auch! Vielen Dank an euch alle!




Freitag, 16. Oktober 2015

Es geht wieder aufwärts…

Die letzte Woche war ja alles andere als erfreulich. Diese Woche war noch nicht der totale Hit, aber allemal besser.

Das fing am Sonntag Morgen an: Der Tierarzt gab grünes Licht für Divina, sie durfte wieder mit auf die Weide – wenn sie denn nicht so viel herumtoben würde. Na ja… Ich sollte sie für 15 Minuten an der Hand grasen lassen, ehe ich sie losklinke. Da gehe mal einer mit einem bewegungsfreudigen Pferd auf die Wiese, wenn alle Stallkumpels angelaufen kommen, um ihr Herdenmitglied willkommen zu heißen!

Nein, ich habe sie wohl zur Weide geführt, dann aber alleine gelassen. Natürlich ist sie losgaloppiert und ein Stück getrabt – übrigens lahmfrei! Dann war aber rasch Ruhe. Weil das Wetter so schön war, habe ich sie alle bis zum späten Nachmittag draußen gelassen.



Dann kamen Anna und Manuel von ihrem Urlaub mit den Pferden zurück. Es gab eine große Wiedersehensfreude! Leider war Cornette wieder stocklahm, Anna befürchtete schon, es könne eine Sehne betroffen sein. Montag Früh hatte ich ja schon einen Termin mit meinem Tierarzt, der sollte sich dann auch gleich Cornette ansehen.

Was hatte Cornette? Wieder Mal ein fettes Hufgeschwür, diesmal aber hinten, und das war schon etwas aufgegangen. Sie ging noch unklar, sollte aber auf jeden Fall mit auf die Weide, und behandelt werden musste sie auch nicht. Für Divina war es auch vorerst die letzte Spritzen-Kur. Sie hat noch eine Woche Ruhe, dann soll ich mich melden, wenn noch nicht alles optimal ist.

Nach einem ausgiebigen Heufrühstück ließ ich alle gemeinsam raus. Oh je, was für ein Gerenne! Das war mir überhaupt nicht Recht, denn Divina sollte sich ja noch ein wenige bedächtig verhalten…

Madrigal war unglaublich entrüstet: Während seiner Abwesenheit hatte sich Rasga doch tatsächlich erdreistet, sich bei Danny einzuschleimen. Die zwei waren unzertrennlich geworden. Unterschiedlicher könnten die beiden Pferde kaum sein! Madrigal hat jedenfalls klar bestimmt, dass Rasga „sein Mädchen“ ist, und hat sie sich zurückerobert…

Nun buhlt Danny wieder um Divina. Cera ist ja schon fest an Dango vergeben. Und Cornette scheint ihm nicht so wichtig zu sein. Das Wetter am Montag war zwar kalt aber trocken, der Reitplatz wieder wunderbar zu bereiten. O.k. dachte ich, HEUTE werde ich Danny reiten. Aber was soll ich sagen? Bei der Toberei hat er sich schon wieder ein Eisen abgetreten und noch den halben Hufschuh mit dazu. Der stand blöderweise um mehrere Zentimeter nach innen ab. Ich hatte Sorge, er könne sich drauftreten und so ganz böse ein Bein stellen. Also fiel sogar ein Longieren oder arbeiten an der Hand flach.

Den Schmied erreichte ich am Handy – er war gerade auf dem Weg nach Berlin. Wie dumm! Also musste Danny mit ein paar Putz- und Kuscheleinheiten vorlieb nehmen. Er trug es mit Fassung und mit wie immer großem Appetit.

Der Mittwoch fiel wieder flach wegen Zahnarzt. Den neuerlichen Gebissabdruck (diesmal wurde der Abstand zwischen Ober- und Unterkiefer gemessen) habe ich auch überstanden. War gar nicht sooo aufwändig, bis auf die Tatsache, dass der Unterkiefer betäubt war und natürlich wieder alle Schrauben getauscht werden mussten. Immerhin habe ich jetzt Ruhe bis nach dem Flohmarkt.

Zwischendurch musste ich mich noch um das unerlaubt veröffentlichte Cartoon kümmern. Ich habe wirklich jeden Winkel des Internets, meine eigenen Webseiten, den Server und meinen Computer gefilzt, und jede Kopie des Bildes gelöscht. Mein Anwalt hat der Gegenpartei inzwischen geantwortet. Mal sehen, was dabei raus kommt, wie hoch die Geldforderung sein wird…

Heute, Donnerstag, war endlich Dannys Schmied (Herr Zimmer) da. Die alten Schuhe runter, neue vorbereitet und aufgeklebt. Der Mann arbeitet langsam und gründlich. Er hat für die beiden Vorderfüße eineinhalb Stunden gebraucht. Dann hatte Danny auch keine Lust mehr. Ich aber auch nicht. Wenn man so im feuchten Nieselregenwetter in der zugigen Stallgasse steht – unbeweglich – wird man kalt und müde. So habe ich mich eiligst von ihm verabschiedet, um mich bei einer heißen Tasse Tee im warmen Wohnzimmer aufzuwärmen. Was war ich durchgefroren!

Aber was soll ich sagen, war nicht so unser Tag. Ich saß noch nicht so recht, da klopft es an meine Terrassentür. Der Schmied. Hatte er etwas vergessen? Nein. Während er seine Arbeitsutensilien wieder ins Auto verstaut hatte, hüpfte sein kleiner Hund wie wild im Auto hin und her – und betätigte unbemerkt die Zentralverriegelung! Der Autoschlüssel steckte im Zündschloss, und Herr Zimmer hatte unüberlegt die Heckklappe zugeschlagen…

Ob ich wohl einen langen Draht hätte? Hatte ich, ebenso eine dünne Metallstange und eine Leiter. Die Dachluke stand einen Spalt offen. Aber trotz aller Bemühungen haben wir keine Tür aufkriegen können. So habe ich dann darauf gedrängt, den ADAC anzurufen. Inzwischen war es schon fast 18.00 Uhr. Es regnete leidlich, typisches Feierabendverkehrs-Wetter!

Natürlich habe ich den armen Mann nicht im Regen und in der Kälte stehen lassen. Wir haben nun gemeinsam im Warmen Tee getrunken und geklönt. Der ADAC kam kurz nach 20.00 Uhr und „knackte“ den Wagen in etwas unter einer Minute! Als es auf dem Hof wieder still war, habe ich die Pferde versorgt, mir selber was zu essen gemacht und die Hunde gefüttert. Küche aufräumen, eine Maschine Wäsche waschen und Staubsaugen muss ich dann wohl morgen!

Wenigstens sind alle Vierbeiner wohlauf oder auf dem deutlichen Weg der Besserung! Ich wünsche jedenfalls allen einen tollen letzten Arbeitstag und ein noch besseres Wochenende. Wenngleich es hier bei uns leider regnen soll…



Samstag, 10. Oktober 2015

Eine düstere Woche…

Liebe Leser,

Es gibt so Wochen, die möchte man am liebsten vergessen und hinter sich lassen. Für mich war das gerade so eine!

Was ist passiert? In dieser Woche sind Anna und Manuel mit ihren Pferden für ein paar Tage zum Strandreiten nach Dänemark gefahren, und ich wollte in der Zeit ganz viel mit den Pferden machen, hatte mir schon ein Stangentraining ausgedacht und viel reiten. Das Wetter war ja bilderbuchmäßig. Da ich dann auch die Außenboxen nicht versorgen musste, würde ich schnell mit der Stallarbeit fertig sein.


Aber dann kam alles anders. Die Woche fing schon am Montag schräg an. Da hatte ich mich nämlich entschlossen, Danny das erste Mal zu reiten. Das Wetter war fantastisch, der Außenreitplatz wie gemalt. Und Reitschülerin Susanne war gekommen, mir das Pferd festzuhalten, sollte Danny nicht stehen bleiben. So habe ich zuerst den nagelneuen Sattel "zusammengestellt", mit Bügeln, Sattelgurt und Satteldecke. Ich wollte Danny so gerne reiten, weil einen Tag später Tierärztin Anja Willbrandt angekündigt war, mit einer neuen Akupunkturmethode Danny und Divina zu behandeln. Nach der Behandlung dürfen die Pferde drei Tage nicht gearbeitet werden…

Als ich in die Box zu Danny zum Putzen ging hörte ich gleich das unsaubere Klackergeräusch seiner Eisen: Eins war halb ab! Also habe ich den Schmied angerufen, damit er rasch kommen möge. Erreicht habe ich ihn nicht, konnte nur auf Band sprechen.

Stattdessen habe ich Divina in die HSH-Ausrüstung gesteckt und bin mit ihr gelaufen. Für mindestens 15 Minuten – dann war der Schmied da. Er muss irgendwie hergeflogen sein. Bis das Eisen wieder zurechtgebogen war und fest saß, war es zu dunkel, um noch was zu machen.

Am Dienstag bekam ich Post von einem Rechtsanwalt mit einer Abmahnung. Ich habe irgendwann einmal ein Cartoon von Uli Stein auf meiner Internetseite veröffentlicht – ohne das zu dürfen. Die fordern jetzt richtig Geld. Ich habe mich im Internet schlau gemacht und gelesen, dass ich wohl eine von inzwischen 20.000 Leuten bin, die von dieser Kanzlei zur Kasse gebeten werden. Das kann ich nicht ohne Anwalt regeln. So verbrachte den Abend damit, einen Rechtsanwalt zu suchen, der auf Medienrecht spezialisiert ist. Solltet ihr also jemals auf die Idee kommen, ein Cartoon von Uli Stein bei Facebook oder auf eurer eigenen Seite zu veröffentlichen – lasst es!…



Am Nachmittag war Anja Willbrandt wie verabredet da gewesen und hat die beiden Pferde "bearbeitet". Dieses Mal ging es vor allem um die Faszien. Eine neue Akupunkturtechnik, die von der Dänin Tove Due entdeckt bzw. entwickelt wurde. Den Pferden hat es total gefallen, sie waren tiefenentspannt, und Divina hatte größte Mühe, ihre Augen offen zu halten. Die Behandlung hat über drei Stunden gedauert, ich war danach völlig durchgefroren, trotz des schönen Wetters. Habe ja auch nur rumgestanden und die Pferde gehalten…

Der Mittwoch begann mit Dauerregen. Mein Gott, was hat das hier geschüttet! So schlimm, dass ich keines der Pferde rausgelassen habe. Obendrein kam um die Mittagszeit mein Schmied, um wieder alle Hufe aufzuhübschen. Ich bin dann zwischen den Pferden und in den Boxen herumgekrochen, die Ködel einzusammeln…

Am Donnerstag hat es immer noch ganz arg geregnet. Weiden, Paddocks, Reitplatz und Mistplatte standen total unter Wasser. Trotzdem hätte ich die Putzis für eine Weile rausgelassen, sich die Beine zu vertreten. Aber dann sah ich es: Divina. Sie stand auf ihrem Balkon und wollte gar nicht reinkommen. Konnte sie auch nicht: Sie streckte ein Hinterbein etwas zur Seite. Und das war Ofenrohr dick. Es waren gar keine Übergänge zwischen Fesselgelenk, Sprunggelenk und Knie zu erkennen. Das arme Pferd! Natürlich habe ich sofort den Tierarzt angerufen. Und natürlich habe ich keines der Pferde nach draußen gelassen, wollte ja nicht unnötig Unruhe in die Gruppe bringen.

Der Tierarzt kam mittags. Divina hatte fast 40 Grad Fieber und eine Entzündung der Vene an der Innenseite des rechten Oberschenkels, wohl verursacht durch einen Trombus. Das Blut wurde nur noch spärlich abtransportiert . Eine sehr schmerzhafte Angelegenheit. Anfassen des Beines ging gar nicht. Und Gehen auch fast gar nicht. Gott sei Dank wirkten die gespritzten Mittel (Blutverdünnung, Antibiotika und Schmerzmittel) recht schnell, so dass sie dann wenigstens in die Box stolperte, um ein bisschen Heu zu knabbern. Die anderen Pferde im Stall durften in Zweiergruppen in die Halle, während ich die Tonnen von Mist nach draußen geschafft habe. Die Boxen waren richtig "durchgemust". Ich habe die Pferde dann in der Halle noch ein bisschen bespaßt. Zu mehr hatte ich keinen Nerv. Um Mitternacht habe ich noch Mal nach Divina gesehen. Ich fand ihr Bein noch viel dicker – was eigentlich gar nicht möglich sein konnte, weil die Haut schon so gespannt war.

Am Freitag Morgen gab es für Divina den gleichen Medizincocktail wie am Vortag (und seitdem täglich!). Gott sei Dank war das Fieber fast weg und Divina guckte schon wieder etwas frischer aus der Wäsche. Die Pferde habe ich noch einmal drin gelassen, wollte nicht riskieren, dass sich Danny oder Rasga in dem Schlamm ein Eisen abtreten…


Als ich am Freitag Nachmittag wieder in die Wohnung kam: Ein Anruf auf meinem AB: Es hatte sich meine Zahnarztpraxis gemeldet, ich möge doch bitte zurückrufen. Das Labor käme so nicht zu Recht, sie bräuchten dringend noch einen weiteren Abdruck. Alle, die hier regelmäßig mitlesen, wissen, dass ich im August 2014 meine erste große Zahn-OP in Vollnarkose hatte, im März diesen Jahres die zweite. Alle meine Zähne wurden saniert, ich bin jetzt "stolzer" Besitzer von 11 Implantaten. Leider ist die Arbeit noch immer nicht abgeschlossen. Dieses Abdrücke-Machen kostet mich immer den ganzen Tag, weil ich vorher so aufgeregt bin, mir anschließend die Zähne weh tun und ich eh schon so gernervt bin, dass es kein Ende gibt. Eigentlich sollte ich nur noch einziges Mal zur Anrpobe der neuen Zähne hin, die dann zwei Wochen später fest eingesetzt werden sollten. Eigentlich… Jetzt wird sich wohl wieder alles noch weiter nach hinten verschieben. Mit viel Glück kann ich dann zu Weihnachten wieder fest zubeißen!

Aber gut, heute ist Samstag, und ich kann die letzte Woche zu den Akten legen. Die Pferde sind – bis auf Divina – alle gesund, alle geputzt und geritten, bzw. an der Hand gearbeitet. Und die Sonne hat heute auch wieder geschienen. Und Divinas Bein wird allmählich wieder dünner. Es wird aber wohl noch eine Woche dauern, ehe sie mit den anderen raus darf.

Vielleicht sollte ich mir zur Abwechslung Mal das Buch unten zu Gemüte führen?

Herzerwärmende Kurzgeschichten zum Lachen und Weinen:

Hühnersuppe für die Seele - für Frauen 

Dieses Buch bringt seine Leserinnen zum Lachen und Weinen und lässt sie fühlen, was wirklich wichtig im Leben ist. Es ermutigt dazu, Hindernisse zu überwinden, Träume zu verwirklichen und Brücken zwischen den Generationen zu schlagen.