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Mittwoch, 18. April 2018

Vom Abenteuer, bei Vodafone einen Vertrag abzuschließen

Diese Geschichte, die mir passiert ist, ist so abenteuerlich, dass man sie kaum glauben mag. Aber der Reihe nach:


Donnerstag:


Am Donnerstag klingelte ein Mitarbeiter der Firma Vodafone an meiner Tür, der vorgab, meinen Anschluss und meine Geräte zu überprüfen. Mit geschultem Blick erkannte er sofort, dass mein Router und mein Receiver – beide stammen aus dem Jahr 2011 – völlig überaltert seien. Er wollte dafür sorgen, dass ich neue Endgeräte (natürlich kostenlos) bekommen sollte. Zusätzlich machte er mir den neuen Giga-TV-Vertrag schmackhaft, der deutlich günstiger sei als mein jetziger. Ich willigte ein.

Keine Stunde später flatterte mir die Bestellbestätigung per Email ins Postfach. Stimmt, der Vertrag war günstiger, aber nur im ersten Jahr. Der Mann hatte mir verschwiegen, dass ich mich für zwei Jahre binden müsste und der Preis im 2. Jahr wieder so teuer wäre wie bisher. Das ärgerte mich, und ich sah mir abends die Angebotsseite von Vodafone im Internet an.

Freitag:

Kein Mensch blickt bei den Anbietern durch den Tarifdschungel. Also wählte ich beherzt die Nummer eines Kundenberaters. Ihr kennt das ja: Nachdem ich einer elektronischen Ansagerin zig Fragen beantwortet hatte, begrüßte mich gefühlte zehn Minuten später ein freundlicher Mann aus dem Callcenter: Guten Tag, Sie sprechen mit XY, wie kann ich Ihnen helfen? Wir berieten uns eine Weile und ich handelte über 50 Prozent Rabatt aus. Schon alleine, weil ich online bestellt hatte, gab es dauerhaft 10 Prozent zusätzlich. Und als Bestandskunde bekam ich Rabatt und auch dafür, Telefon, Internet UND Fernsehen zusammen dort zu buchen.

Dann kam das Gespräch auf mein Handy. Wenn ich auch den Handyvertrag auf Vodafone übertrüge, würde mich das Handy nur noch 4,99 Euro im Monat kosten – mit einer Flatrate in alle Netze und 4 Gigabyte Downloadvolumen. Das ist so ungefähr das zehnfache meines jetzigen Vertrages. Eine Aktion von Vodafone, die nur noch bis Ende April gilt. Also buchte ich den Handyvertrag dazu. Meine Daten – inklusive Personalausweisnummer und Iban-Nummer wurden zeitintensiv erfasst.

Und ab hier begann die unglaubliche Pannenserie von Vodafone…

Wieder dauerte es nur eine knappe Stunde und ich bekam eine Email mit der Bestellbestätigung und Minuten später die Ankündigung, dass meine neue Simkarte bereits auf dem Weg zu mir sei und ich mich beim Postboten per Postident-Verfahren ausweisen müsste. Alles klar.

Gott sei Dank öffnete ich die Pdf-Datei im Anhang. Dort las ich: Sehr geehrte Frau Karin Köpke, vielen Dank für Ihren Auftrag… Bla,, bla, bla…

"Karin Köpke"????? Ich heiße immer noch Karin Schöpke! Ich habe mich sogleich ans Telefon gehängt, mich durch die quälenden Telefonansagen gehangelt, bis mich ein echter Mitarbeiter des Callcenters fragte: "Was kann ich für Sie tun?". O.k., der Name war falsch. Das tat dem Mitarbeiter unendlich leid. Er konnte aber den Namen nicht ändern. Er konnte den Vertrag nur komplett erneut wieder aufnehmen. Die Simkarte, die unter falschem Namen schon auf dem Weg zu mir war, sollte ich zurückgehen lassen. Na schön, dann das Ganze von vorn.

Dieses Mal dauerte es bis in die späten Nachmittagsstunden, bis ich die neue Bestellbestätigung bekam. Was soll ich sagen? Da stand schon wieder "Karin Köpke".

Samstag:

Ich wartete bis zum nächsten Morgen (Samstag) und telefonierte erneut. Die freundliche Mitarbeiterin entschuldigte sich vielmals, konnte wieder den Namen nicht ändern, sondern die Bestellung nur erneut aufnehmen. Das war jetzt schon der dritte Handyvertrag. Wieder sollte ich die falsche Simkarte zurückgehen lassen.

Um es kurz zu machen: die Bestellbestätigung in meinem Briefkasten lautete tatsächlich auf den richtigen Namen, aber der Monatspreis war falsch. Nun sollte das Handy plötzlich 10 Euro monatlich kosten… Ein erneuter Versuch, einen Mitarbeiter persönlich zu sprechen, scheiterte. Ich hing eine halbe Stunde im System von unsäglicher Musik bedudelt. Klar, es war Samstag, und alle würden jetzt telefonieren! Als ich zwei Stunden später tatsächlich jemanden am Rohr hatte, legte der nach fünf Minuten einfach auf. Da musste ich schon sehr schwer atmen! Und das Gefühl der Nächstenliebe, das ich eigentlich in mir trage, wollte sich nicht mehr so recht einstellen.

Montag:

Da ich ja stets in einem computergesteuerten Telefonsystem lande, das mich dann nach langer Befragung wahllos einem beliebigen Mitarbeiter zulost, muss ich jedes Mal meine Geschichte von vorn erzählen. Jedes Mal werde ich gefragt, welche Tarife ich genau gebucht habe und wo denn mein Problem läge. Spätestens am Montag merkte ich, wie mein ansonsten niedriger Blutdruck allmählich anstieg. Mein armer Telefonpartner konnte ja nichts dafür, dass er so "fähige" Kollegen hat. Dieser Mann nahm sich sehr viel Zeit (nämlich meine!) und ging alle Verträge Stück für Stück mit mir durch, nahm eine neue Mobilfunkbestellung in meinem Namen auf und versprach noch weitere Rabatte (wenn das so weitergeht, zahle ich im ersten Jahr bald gar nichts mehr für die Anschlüsse…). Dann wollte er SOFORT eine Email abschicken mit allen Einzelheiten, und erst wenn ich das alles kontrolliert hätte, würde er den Auftrag "scharf schalten". Das war Handyvertrag Nummer vier!

Was soll ich sagen? Auf diese Email warte ich heute noch…

Ich telefonierte erneut am späten Nachmittag. Die Dame gab mir nun eine andere Nummer, wo ich angeblich SOFORT einen Mitarbeiter am Ohr haben würde (ha ha, selten so gelacht…). Die sagte, es würde immer einen guten Tag dauern, bis eine Bestellbestätigung verschickt würde. Nö, eigentlich nicht. Dauerte bei den vier vorigen Verträgen keine Stunde… Sie gab mir noch eine weitere Nummer. Dort sollte ich anrufen, aber in jedem Fall erst am Dienstag! Ich bekam Sodbrennen…

Dienstag:

O.k. der Dienstag, DAS würde mein Tag sein. Ich startete noch einen Versuch. Einmal wollte ich noch probieren, doch noch an mein Gesamtpaket zu kommen. Wenn es dann nicht klappt, wollte ich generell den Anbieter wechseln, und zwar sofort! Das hatte ich mir fest vorgenommen…

Ich spürte förmlich, wie die freundliche Telefondame den Kopf schüttelte, als ich ihr mein Leid klagte und versprach, dass nun alles gut würde, und sie jetzt ein letztes Mal den Handyvertrag aufnehmen und vorher kontrollieren würde. O.k. Handyvertrag Nummer fünf wurde erfasst…

Die Botschaft in meinem Email-Konto: Bestellbestätigung für einen Mobilfunkvertrag – MIT MEINEM RICHTIGEN NAMEN und der richtigen Adresse! Aber hach, zu früh gefreut: Da stand HERR Karin Schöpke… Aus der Traum, mich beim Postboten mit meinem Ausweis identifizieren zu können… Spätestens jetzt schielte ich immer wieder zu meiner Terrassentür, denn ich vermutete, dass ein Kamerateam von "Verstehen Sie Spaß?" um die Ecke gucken würde, um mich mit einem verspäteten Aprilscherz zu überraschen.

Mittwoch:

Mein schon fast zur Gewohnheit gewordener Frühsport: Mit Vodafone zu telefonieren! Wieder erklärte mir die Dame, dass das alles ein schrecklicher Irrtum sei und so etwas bei Vodafone noch nie vorgekommen sei. Hm… Sie entschuldigte sich und meinte dann, dass sie den Vertrag NICHT erneut aufnehmen würde, sondern den alten stornieren und neu aufsetzen würde. Als kleines Entgegenkommen wollte sie die Bereitstellungsgebühr für die Simkarte (immerhin 39,90 Euro) gutschreiben…

Während unseres Gespräches klingelte ein Bote an der Tür: Er hatte drei Päckchen mit Simkarten von Vodafone in der Hand. Ich habe sie nicht angenommen.

Eine Email von Vodafone kam zeitnah: ALLES korrekt, Anschrift richtig, Name richtig und auch der Preis stimmte! Sollte die Odyssee ein Ende haben? – Nein!

Denn eine Stunde später kam eine erneute Email, in der ich aufgefordert wurde, eine Kopie meines Personalausweises an die Shop-Abteilung zu schicken, um mich auszuweisen… Ich war offenbar aus dem Postident-Verfahren rausgeflogen.

Schon am Dienstag hatte ich in einem der zahlreichen Telefonate nach einer Beschwerdestelle gefragt. Ich bekam eine Telefonnummer genannt, die ich nun anrief. Was soll ich sagen: Die freundliche Computerdame forderte mich auf, meine Telefonnummer bekannt zu geben, "damit sie mich gleich an den richtigen Mitarbeiter durchstellen konnte". Ich gab meine Nummer mehrmals an. Leider konnte die Computerstimme mit der Nummer nichts anfangen. Und sagte deshalb: "Es tut mir leid, ohne gültige Telefonnummer kann ich Ihnen nicht weiterhelfen. Halten Sie nächstes Mal ihre Telefonnummer parat und rufen Sie erneut an. Ich lege jetzt auf." Ab jetzt könnte ich in die Tischkante beißen…

Wer jetzt glaubt, ich hätte mit diesen Ausführungen übertrieben, der irrt. Eigentlich war es noch viel schlimmer, weil ich zwischendurch zig mal aus dem Netz geflogen bin, weil entweder meine Kundennummer oder meine Telefonnummer nicht erkannt wurde. Einer der Callcenter-Sklaven fragte mich, ob ich denn schon den Aktivierungscode für mein Vodafone-Center im Internet bekommen hätte? Nein! Ich gebe Ihnen da mal eine Telefonnummer…

Bei all der Telefoniererei war inzwischen mein neuer Receiver geliefert worden. Auf Anfrage, ob dich den denn annehmen und auspacken dürfte (aufgrund der vielen stornierten Aufträge), hieß es ja. Ich müsste das Paket ja schon deshalb aufmachen, weil dort mein Vertrag drin läge.

Ich habe den Kasten ausgepackt und angeschlossen. Nach einigen Minuten meldet sich das Gerät anständig, fordert mich aber auf, es mit dem Internet zu verbinden. Ein entsprechendes Kabel war mitgeliefert worden. Jetzt kommt's: Ich habe in meinem Router keinen Steckplatz frei, um das Kabel dort einzustöpseln. Beide Anschlüsse sind mit Computer und Telefon belegt…

Was heißt das? Ich musste wieder telefonieren, dieses Mal mit der Technikabteilung von Vodafone, damit mir ein "moderner" Router zugestellt wird…

Ich fasse noch einmal zusammen:

Selbst nach dem 5. Handyvertrag sind nicht alle Angaben korrekt, ich habe ca. 3,5 Stunden vertelefoniert, andauernd werde ich von einer Vodafone-Email genervt: Sehr geehrte Frau Köpke, bitte bestätigen Sie Ihre Email-Adresse, ich kann den neuen Receiver nicht nutzen, und kein Mensch kann mir bei Vodafone explizit sagen, zu welchem Termin die neuen Verträge freigeschaltet werden…

Also ich weiß nicht, ob ich Vodafone weiterempfehlen werde… Mal sehen, wie das Ganze endet.

Samstag, 25. Februar 2017

Von Hippodung zu Holzpellets

Wenn ich die Lesestatistik meiner Seite aufrufe erkenne ich, dass die Seiten mit Hippodung, bzw. Holpellets mit am meisten aufgerufen werden. Viele interessieren meine Erfahrungen mit dieser Einstreu. Deshalb möchte ich allen gerne ein weitere Update liefern.


Das gehört bei uns der Vergangenheit an: Mühsames Stapeln des Strohs

Hier könnt ihr alle alten Berichte nachlesen (von 2012 bis heute):

Hippodung, bzw. Holzpellets


Zum Lesen draufklicken, öffnet sich in einem neuen Fenster!

Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Ich streue immer noch mit Holzpellets ein, immer noch "ganz normale", also nicht Hippodung oder irgendein anderes Präparat. Ich beziehe sie von der Firma Holzpellethandel Nord (www.holpelletshandel-nord.de). Dort sind sie relativ günstig und werden per Spedition immer recht rasch Palettenweise geliefert. Ein Sack kostet mich im Schnitt 4,20 Euro. Manchmal kann ich ein Frühjahrsangebot abgreifen, da bekomme ich fürs selbe Geld ein paar Sack mehr auf der Palette. Das ist zumindestens für den Norden eine gute Adresse.

Ich streue nun seit 2012 mit Holz ein: Dauerhaft 5-6 Pferde, die im Winter nur einen halben Tag auf draußen sind und ansonsten in großen Paddock-Boxen stehen. In den ersten beiden Jahren habe ich für die Wintermonate auf Stroh umgestellt, weil der Verbrauch an Pellets doch immens hoch war. Seit zwei Jahren mache ich das nicht mehr, weil hier die Strohernte recht schlecht war und Stroh schwer in guter Qualität und ausreichenden Mengen zu beziehen ist.

Im Winter verbrauche ich ca. 3 Sack pro Box und Pferd in der Woche. Ganz gelegentlich auch mehr. Es rechnet sich trotzdem. Der Arbeitsaufwand gegenüber Stroh ist nach wie vor deutlich geringer und die Menge an Mist, die ich so produziere natürlich auch. Meine Mistplatte muss ich nur 2-3 Mal im Jahr leeren lassen.

Die Qualität der Pellets ist in den Jahren unverändert geblieben, ebenso die Füllmenge (15 Kilo). Das Schleppen der Säcke ist mir manchmal ein bisschen lästig. Aber gegenüber Stroh spare ich viel Zeit, den Einstreu mit Stroh bedeutet deutlich mehr fegen!

Anfangs habe ich die Holzpellets noch mit effektiven Mikroorganismen (Ems) und Dolomitkalk aufgewertet. Das mache ich nun auch schon seit zwei Jahren nicht mehr. Im Winter ist es für die EMs eh zu kalt und im Sommer stehen die Pferde länger draußen. Ich habe keine gravierenden Nachteile bisher feststellen können. Auch das Stallklima ist unverändert gut. Ich nehme extrem nasse Pinkelstellen raus, harke die trockene Einstreu vom Rand plan und streue dann einen Sack hinterher.

Im Sommer, bei deutlich trockenerer Luftfeuchtigkeit trocknet die Einstreu auch an der Luft. Da komme ich bei einigen Pferden sogar mit einem Sack pro Woche aus. Den Pferden scheint die Einstreu zu behagen. Sie legen sich alle hin, und ich habe hier keine Probleme mit Strahlfäule oder Mauke. Ich werde also definitv bei dieser Einstreu bleiben und hoffe, dass ich nächstes Jahr wieder gutes Futterstroh bekomme, damit ich Stroh zufüttern kann. Das gibt es dieses Jahr leider nicht.

Montag, 3. August 2015

Meine Ernährungsumstellung

Mit meiner Ernährung bin ich schon seit knapp zwei Jahren nicht mehr zufrieden. Ich hatte das Gefühl, ständig müde zu sein, hatte über Winter ein paar Pfund zugelegt, fühlte mich nicht so recht fit. Vor eineinhalb Jahren kaufte ich mir deshalb ja schon einen Hochleistungsmixer für Smoothies. Die habe ich in den ersten Monaten auch regelmäßig getrunken, aber dann verlor ich den Appetit darauf.

Den ersten Anstoß zu meiner neuen Ernährung hatte ich im Winter, als ich mir wie gewohnt zwei Hühnerbeine in der Pfanne zubereitet hatte. Die habe ich mit großem Appetit gegessen, sie haben mir gut geschmeckt. Aber hinterher ging es mir echt schlecht. Ich bekam sogar Angstgefühle und Beklemmungen. Ich schob das auf die Hühnerschenkel, denn auch wenn sie ganz frisch waren, habe ich wohl den Stress, den die Zellen beinhalten, mitgegessen.

Im April schließlich stieß ich bei YouTube auf ein Video von einem Menschen, der die "perfekte" Ernährung vorstellte: Rohköstlich und vegan. Der Mensch behauptete, seit seiner Umstellung unglaublich fit und leistungsfähig geworden zu sein. Ich habe daraufhin ein wenig recherchiert, mir zwei Bücher über diese Ernährung gekauft und gelesen und habe von heute auf morgen umgestellt.


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Unter Rohkost sah ich vor meinem geistigen Auge immer eine Riesenschüssel mit geraspelten Möhren, die man sich notgedrungen in großen Mengen hineinschaufelt. Dass Rohkost weder eintönig noch eiskalt ist, und dass man viel mehr als nur Salat isst, habe ich aus dem Internet und meinen Büchern gelernt. Hätte mir jemand vor einem Jahr gesagt, ich solle mich doch Mal mit Rohkost ernähren – ich hätte ihm einen Vogel gezeigt!

Ich lebe also nun seit gut acht Wochen rohköstlich-vegan – übrigens nicht aus moralischer Überzeugung, sondern einfach in der Hoffnung, fitter zu werden. Und ganz vegan ist es auch nicht, da ich meinen Tee – den ich wieder regelmäßig trinke – mit Honig süße.

Sich rohköstlich zu ernähren bedeutet, dass man keine Speisen mehr kocht, also über 42 Grad erhitzt, weil durch den Erhitzungsprozess wichtige Vitamine und Entzyme zerstört werden. Man isst also nichts, das in irgendeiner Form vorher behandelt wurde. Um genug Eiweiß und Omega 3 Fettsäuren zu bekommen, stehen viele Nüsse in allen Variationen – von eingeweicht bis püriert auf dem Speiseplan. Wie gut, dass ich Nüsse gerne esse! Es gibt keine Milchprodukte mehr, kaum noch Tee oder Kaffee, und in diesen Wochen habe ich keinen Krümel weißen Zucker mehr gegessen. Rohköstler verzichten auch ganz auf Soja-Produkte – außer Sojasoße (Getreide- und Glutenfrei).

Als erste Maßnahme habe ich meinen Kühlschrank und meine Vorräte entrümpelt und alles entsorgt oder verschenkt, was irgendwie Fertigprodukte waren. Alle Fertigsalate, Mayonaisen, Salatsoßen, viele Gewürze usw. Dann habe ich einige der gern genommenen Zutaten im Internet bestellt, die ich nicht in meinem Vorrat hatte. Dazu gehörten natürlich große Mengen an Nüssen, aber auch Bio-Sojasoße, Kokosöl, verschiedene Gewürze.

Was mir an den Menschen mit dieser Ernährungsweise extrem gut gefällt: Sie sind offen, stehen niemals mit erhobenem Zeigefinger da und sagen "das darfst du nicht essen!" Das habe ich von Veganern ganz anders kennengelernt. Es gibt keine Verbote, nur Richtlinien. Habe ich abends Appetit auf ein Stück Fleisch, so werde ich es essen. Einzige Warnung: Ich sollte Biofleisch kaufen. Jede Mahlzeit, die ich durch frische rohköstliche Zutaten zu mir nehme, ist ein Gewinn! Alle Rohköstler regen dazu an, selbst auszuprobieren, die Rezepte abzuwandeln, nach eigenem Gusto zu verändern.

In den ersten beiden Wochen fiel mir die Umstellung schwer. Ich vermisste den Gang zum Kühlschrank, um mir meine Leberwurst auf ein leckeres Stück Schwarzbrot zu schmieren, ich vermisste meine Gemüsepfanne mit Kartoffeln und frischem Gemüse. Also habe ich mir alle paar Tage meine geliebten Bratkartoffeln mit Zwiebeln gemacht. Und als ich nach drei Wochen mir tatsächlich ein Steak in die Pfanne gehauen habe, konnte ich es nicht mehr ganz essen. Es war einfach "zu schwer", lag mir wie ein Stein im Magen. Und mein Eier-Omelette ist mir auch nicht gut bekommen. Der Jieper auf die alten Gerichte hat sich übrigens völlig gelegt!

Viele von euch werden sich jetzt fragen: Und was macht die Verdauung? Auch ich hatte mit Blähungen oder Durchfall gerechnet. Dem ist überhaupt nicht so. Lediglich nach drei oder vier Tagen der Umstellung bekam ich starke Kopfschmerzen, war zwei Tage extrem müde. Ich nehme an, mein Körper hat sich entgiftet…

In dieser Zeit habe ich übrigens auch noch vier Kilo abgenommen, bin wieder bei meinem Idealgewicht angelangt. Ein netter Seiteneffekt. Und das, obwohl ich soviel essen darf, wie ich Hunger habe.

In dieser Zeit habe ich mehr Zeit in meiner Küche verbracht, als in den letzten Jahren zusammen! Ich habe viel umgeräumt, umorganisiert, mir Platz geschaffen und in der Küche entrümpelt!

Wer auf diese Ernährung umstellen will, kommt über kurz oder lang nicht an einem Dörrautomaten vorbei. Die meisten Speisen werden in diesem Apparat über mehrere Stunden getrocknet. Mein Repertoire an Rezepten ist noch recht gering. Ich habe schon ganz leckere Sachen kreiert und meine Reitschüler als Test-Esser missbraucht. Aber es gab auch schon einige Gerichte, die ich direkt im Müll entsorgt habe!

Ich möchte euch einmal zwei Rezepte aufschreiben, die echt lecker sind und auch nachge"kocht" werden können, wenn ihr keine Spezialgeräte besitzt!


Rezept Nr. 1: Gemüsefrikadellen

Ihr braucht dazu folgende Zutaten:

1 Tasse Walnusskerne
1 Tasse Haselnüsse (oder eine andere Nussart)
1 Tasse Sonnenblumenkerne
150 g Champignons
2 Tomaten
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1/3 Tasse Petersilie
1/3 Tasse Leinsamenschrot
3 Esslöffel Sojasoße
2 Esslöffel Leinöl
1 Scheibe Ingwer
Paprikagewürz, Salz und Pfeffer

Als erstes werden die Nüsse für 1-2 Stunden eingeweicht. Das macht sie nicht nur weicher, das Einweichen setzt auch Enyme frei, die sie leichter verdaulich machen. In der Zwischenzeit schneidet ihr die Champignons klein und die Zwiebeln. Alles zusammen in eine Schüssel geben mit dem Öl und der Sojasoße. Etwas ziehen lassen. Dazu kommen die kleingeschnittenen Tomaten, das Paprikagewürz und die Petersilie. Die Nüsse werden zusammen mit dem Knoblauch und dem Ingwer in einem Mixer möglichst gut püriert. Wenn der Mixer damit Probleme hat, gebt die Flüssigkeit aus der Schüssel dazu. Dann geht es leichter. 

Jetzt alles zusammen in die Schüssel, den Leinsamenschrot dazugeben und zu einem Teig verkneten. Dann formt ihr kleine, flache Frikadellen und gebt sie auf ein Backblech im Backofen. Den stellt ihr auf die niedrigste Temperatur ein (die meisten können 50 Grad) und klemmt einen Kochlöffel in die Backofentür, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Die Frikadellen brauchen insgesamt ca. 4-5 Stunden. Nach der Hälfte der Zeit wende ich sie einmal.

Hier nun das Rezept für mein Nussbrot:

150 g Hirseflocken (oder Haferflocken)
65 g Walnüsse
135 g Sonnenblumenkerne
90 g Leinsamen
4 Esslöffel Flohsamenschalen
2 Esslöfen Chiasamen
3 EL Kokosöl
1 TL Salz
1 EL Ahornsirup oder Honig (geht aber auch ohne) 350 ml Wasser



Alle Zutaten kommen zusammen in eine Schüssel, werden gut durchgemischt (Achtung: Wird sehr klebrig!). Dann kommt alles in eine Kastenform, die mit Backpapier ausgeschlagen ist. Gut andrücken und am besten über Nacht stehen lassen. Am anderen Tag habe ich einen Esslöffel Wasser darübergeträufelt und dann in den vorgeheizten Backofen bei 180 Grad ca. 30 Minuten gebacken. 

Aus der Form stürzen und für weitere 30 Minuten bei gleicher Hitze zu Ende backen. Das Brot muss komplett ausgekühlt sein, ehe ihr es schneiden könnt. In noch heißem Zustand zerbröselt es. Dieses Brot ist sehr gehaltvoll und macht sich gut mit einem leichten Aufstrich. Wer auf Vegan keinen Wert legt, kann das gut mit Kräuterquark essen oder einfach so zum Salat. Mehr als drei Scheiben (sie sind sehr klein), schaffe ich davon nicht!





Mittwoch, 23. Juli 2014

Das Abenteuer, ein Paket zu verschicken…

Seit gut 14 Tagen schwitze ich hier bei täglich 28-30 Grad. Die Stallarbeit ist echt anstrengend, und die Pferde sind über die Hitze, die Heerscharen von Insekten mit sich bringt, auch nicht begeistert.

Meiner lieben Freundin in Ratzeburg geht es ebenso (natürlich nur das mit der Hitze, eher nicht mit den Insekten!). Elsa ist schon Mitte 80 und verfolgt die Geschehnisse auf meinem Hof, seit ich ihn übernommen habe – vor knapp 30 Jahren. Sie freut sich über alle Fortschritte der Reitschüler, darüber, dass die Pferde (wieder) gesund sind und über die vielen Aktivitäten, die hier so statt finden.

Früher hat sie mich häufiger mal besucht, anfangs noch mit dem eigenen Auto, später mit dem Taxi. Aber das fällt ihr zunehmend schwerer. Und leider ist hier das Wetter sehr oft unpassend. Denn wenn Elsa hier ist, möchte sie natürlich auch beim Reiten zusehen. Garstiges Wetter ist da ebenso unpassend, wie diese Affenhitze.

So dachte ich mir, ich mache ihr eine kleine Freude und bringe ein Paket auf den Weg. Malpapier, ein paar Süßigkeiten, Kaffee in Einzelportionen, etwas Obst, Käse, Fleischsalat, was immer mir so einfiel, habe ich in einem ordentlichen Paket verstaut, mit Papierrollen aufgefüllt und am Freitag zur Post gebracht, damit es Elsa zum Wochenende bekommt.

Ich erreichte unsere kleine Poststelle im Dorf zeitgleich mit dem Postauto, das alle aufgegebene Post einmal am Tag zum “Startpaketzentrum” bringt. Der Mensch, der die Postfiliale betreut, telefonierte. Privat. So, wie er das meistens tut, wenn ICH den Laden (ein Schreibwarengeschäft) betrete. Trotzdem hat er mich nebenbei abgefertigt. 11 Kilo schwer für 11,99 Euro. Ganz schön teuer! Ich musste das Paket selbst zum Wagen bringen, denn der Fahrer war schon auf dem Sprung. Aber ich habe es gerade eben noch so geschafft.

Wer es noch nicht weiß: Der Abholer war ein Schwarzafrikaner, der nur gebrochen Deutsch sprach, und sein Lieferwagen glich mehr einem Schrotthaufen als einem Lieferwagen. Nirgendwo ein Postzeichen. Er hätte mit seiner Ladung irgendwohin fahren können. Niemand hätte dahinter ein Postauto vermutet. Offenbar arbeitet die Deutsche Post mit kleinen Privatunternehmen und vergibt auf dem Lande diese Hol- und Bringdienste…

Freitag Abend probierte ich die Paketverfolgung der DHL. “Die Sendung wurde vom Absender in der Filiale abgeliefert. Nächster Schritt: Die Sendung wird zum Startpaketzentrum gebracht”, hieß es dort lapidar. Und dieser Eintrag änderte sich auch am anderen Morgen nicht. Eigentlich braucht eine Postsendung von Tangstedt nach Ratzeburg nicht länger als einen Tag. Nun gut, dieses Mal offenbar nicht.

Erst am Samstag Nachmittag der Eintrag: “Die Sendung wurde im Startpaketzentrum bearbeitet und wird zum Zielpaketzentrum transportiert. Voraussichtliche Auslieferung: Montag zwischen 9 und 11 Uhr.” Schade! Nun war es kein Überraschungspaket mehr, denn ich musste Elsa darüber informieren, dass sie Paket bekommen würde, damit sie auch zu Hause ist und es entgegen nehmen kann…

Groß war die Überraschung, als am Montagmorgen der Paketbote bei meinem Vater klingelte und ein Riesenpaket für mich ablieferte. Und was hatte ich bekommen? Ein Überraschungspaket, das eigentlich für Ratzeburg bestimmt war! Da frage ich mich natürlich, wie um alles in der Welt die riesengroße Anschrift an Elsa nicht beachtet, sondern meine winzige Absenderadresse zum Zielort wurde.

Ich war ziemlich ungehalten, bin mit dem Teil wieder zurück zu unserer Postfiliale. Der Mensch hinter dem Tresen – hatte ich schon erwähnt, dass er fast immer telefoniert??? – legte auf und schüttelte über die Post den Kopf. Er wusste auch nicht, wie das passieren konnte, wollte das Paket ein 2. Mal auf die Reise schicken. Ich musste auch kein 2. Mal bezahlen.

Da für die Post das Paket nun abgewickelt war, konnte ich auch den detaillierten Verlauf der Sendung einsehen. Aber lest selbst:

Paket

Die Sendung wurde erst nach Hannover geschickt (was soll das Paket in Hannover???), dann nach Neumünster – und schwupps hatte ich es wieder. Beim zweiten Versuch ging das Teil nach Hamburg. Als ich diese Meldung las, war ich ganz sicher, dass ich es ein zweites Mal zurückbekommen würde. Aber das war nicht so. Am Dienstag endlich konnte Elsa ihre “Überraschung” auspacken, aber auch nur, weil ich sie daran erinnerte. Die Postbotin hatte ihr das Paket nämlich heimlich einfach vor die Tür gestellt. Ende gut, alles gut.

Das ist mal lustig!

 
Ja ja, so sind sie, die Tiere!

Donnerstag, 2. Januar 2014

Das Tee-Spiel

Viele meiner Bekannten und Freunde kennen es schon, das “Tee-Spiel”, das ich einmal im Jahr mindestens veranstalte. Wie das geht? Ich schildere es euch:

Man schenkt sich eine frische Tasse heißen Tee ein, süßt ihn mit mindestens drei Stücken Zucker (vier geht noch besser) und stellt ihn vor sich auf den Schreibtisch. Dann heißt es, nicht lange zögern, sondern hektisch nach einem Gegenstand auf dem Schreibtisch greifen und dabei den Inhalt des Bechers einmal quer über die Tastatur und unteren Rand des Bildschirms schütten. Geht besonders gut, wenn man kein räumliches Sehen hat wie ich und sich so leicht mit den Abständen verschätzt.

Jetzt heißt es, in Hektik ausbrechen und viele Dinge gleichzeitig tun: Tastatur sofort umdrehen und auf die Tasten legen, dann mit einer großen Papierrolle oder einem Frotteehandtuch den Rest der papiernen Schreibtischunterlage versuchen zu retten, die Maus aus der Teepfütze holen und abtrocknen – tüchtig fluchen! Dieses Spiel macht aber nur dann richtig viel Spaß, wenn die Tastatur relativ neu und noch ganz sauber ist…

Nach ca. 1 Stunde Wartezeit und ständigem Tupfen mit Papiertüchern kann man versuchen, die einzelnen Tasten herauszulösen und die Fläche darunter mit einem Wattestäbchen zu säubern, die Taste selbst mit Spüli abzuwischen. Manchmal bringt das was…

So ähnlich sieht meine Tastatur aus, und ich habe mir den Tee kurz nach Weihnachten draufgekippt. Wie ärgerlich, weil ich auf der Tastatur sehr schnell schreiben konnte. Sie war noch fast neu mit ganz flachen, leichtgängigen Tasten. Das hatte sich dann bald erledigt: Die Tasten I, O, P und L gingen nur noch im Dauerbetrieb (sie klemmten, und ich musste sie mit der Schere wieder hoch holen), die Leertaste ging nur bei jedem zweiten Anschlag. Natürlich habe ich hier noch Ersatztastaturen – aber alle haben bereits einen Teeschaden hinter sich und funktionieren nur halbherzig.

Ich hab dann versucht, das Ganze mit Spiritus zu reinigen. Hatte damit anfangs Erfolg, aber bereits am Folgetag klemmten die gleichen Tasten wieder. Der viele Zucker bappt.

O.k. dachte ich. Die Tastatur ist eh hin. Da kann ich es auch mit ungewöhnlichen Mitteln versuchen. Was ich gemacht habe? Mit dem Ding ab in die Küche und es unter lauwarmen Wasser und etwas Spüli abduschen. So lange, bis sich die Tasten einwandfrei drücken ließen.

Dann habe ich die Tastatur umgedreht und ausgeklopft und erst einmal auf einem Handtuch trocknen lassen. Am anderen Tag der Test: Sie zeigte an, dass sie Strom hat, aber nicht ein einziger Buchstabe erschien auf dem Bildschirm. Schade dachte ich, und legte sie für weitere zwei Tage verkehrt herum auf meine Fußbodenheizung. Heute früh der erneute Test. Und was soll ich sagen: Alles prima. Sie funktioniert wie eh und je.

Wenn ihr euch also mal Kaffee oder Tee in die Tasten kippt – ab damit ins Spülwasser und mindestens drei Tage durchtrocknen lassen. Ihr glaubt gar nicht, wie schön sauber sie jetzt ist…

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Mein neuer Mixer

Was für eine Banalität, werdet ihr jetzt denken. Oh nein, weit gefehlt. Es handelt sich nämlich nicht um irgendeinen Mixer, sondern um den sauteuren RevoBlend 500. Und warum habe ich mir das Teil angeschafft? Schon seit dem Sommer, wo es mir körperlich und mental echt bescheiden ging, dachte ich, ich muss etwas an meiner Ernährung ändern.

Ich hatte schon vor Jahren gehört, dass Rohkost das Nonplusultra in Sachen Fitness sein soll. So richtig vorstellen kann ich mir das ja nicht. Rohkost pur bedeutet: Kein Lebensmittel zu sich zu nehmen, das in irgendeiner Form behandelt oder verarbeitet ist. Das heißt: Kein Brot, keine Nudeln usw. Und natürlich auch nichts mehr warm gemacht.

Auf Dauer ist das nichts für mich, aber mal so als Kur dachte ich und kaufte mir ein entsprechendes Buch. Das wiederum war so schlimm geschrieben, dass ich sofort wieder davon Abstand genommen habe. Aber etwas ändern muss ich trotzdem. Ich fand ein weiteres Ernährungsbuch, das einen tollen Überblick über die Inhaltsstoffe in den einzelnen Gemüsen und Obstsorten gibt und außerdem noch darüber aufklärt, von was man in welchen Zuständen besonders viel essen sollte.

Ich habe auch gleich mit dem “esse mehr Gemüse” angefangen, stellt aber fest, dass ich soviel Gemüse gar nicht essen kann und es auch lange dauert es zuzubereiten. Und Rosenkohl oder Brokoli pur gekocht ohne “Beilage” schmeckt auf Dauer nicht. Die Garzeiten von einigen Gemüsesorten dauern einfach zu lang. Beim Obst komme ich oft nicht mit der Fruchtsäure zurecht. Das ist mir einfach zu viel, und oft ist bei mir schon nach einem halben Apfel Schluss.

Wochenlang habe ich mir Fruchtsäfte zubereitet. Weil ich im Winter immer Möhren im Stall habe, gab es Möhren-Apfelsaft, mal mit Orange verfeinert, mal mit einer Kiwi. Gern hätte ich Bananen genommen, aber die entsaften sich eigentlich gar nicht, verstopfen nur alles. Das war recht lecker – aber mit einem großen Abfallanteil und einer noch größeren Schweinerei in der Küche. Bis der Entsafter wieder sauber war, verging eine halbe Stunde. Also habe ich damit auch wieder aufgehört.

Dann endlich hörte ich von den Smoothies. Es wird alles an Obst und Gemüse durch den Mixer geknallt und dann getrunken. Es funktioniert aber nur, wenn man einen hochwertigen mit einer sehr hohen Umdrehungszahl benutzt. O.k. dachte ich: Nicht kleckern sondern klotzen, und kaufte mir den Revoblend 500 und blätterte genauso viele Euros hin, wie er in seinem Namen nennt! Dieses Monsterteil wurde heute Nachmittag geliefert.

Lagerabverkauf Vitamix, Bianco & Revoblend - Grüne Smoothies - Wien

Klar, war ich gleich das nötige Zubehör einkaufen: Grünkohl, Papayas, Mandarinen, Orangen, Äpfel, gefühlte fünf Kilo Bananen, Tomaten, Avocado, Gurken, Feldsalat – alles, was die Gemüsetheke so her gab und noch bezahlbar war. Leider ist das meiste Obst noch zu unreif. Ich werde mich wohl noch ein paar Tage gedulden müssen. Vor allem die Bananen müssen tüchtig reifen. Dann gab es noch etliche Pakete Nüsse.

Der Trick bei den Smoothies ist, dass man 70 % Grünzeug mit 30 % Obst mischt. Nur wenn man genug Obst verwendet, ergibt sich die cremige, schaumige Mischung, die sich trinken lässt. Es ist mit dem Gerät auch möglich, eine heiße Suppe herzustellen, wenn man den Mixer länger laufen lässt.

Nachdem ich gestern Nacht in froher Erwartung auf das Teil schon stundelang YouTube-Videos angesehen hatte, wo eben genau diese Smoothies und Suppen zubereitet wurden, wollte ich mit einer Möhrensuppe beginnen. Um es gleich vorweg zu nehmen: Das Motorengeräusch, das schon bei den Bewertungen als laut beschrieben wurde, ist weniger schlimm, als ich befürchtet hatte. Schließlich mixt der Mixer die Zutaten in unter 40 Sekunden sämig klein und das mit einem 2,5 PS starken Motor…

Nun ja, aller Anfang ist schwer. Ich muss noch ein bisschen herum experimentieren. Für den Anteil an Möhren habe ich viel zu viele Lauchzwiebeln verwendet. Die Suppe war so scharf, dass sie mir nicht geschmeckt hat. Eine Orange und ordentlich viel Sahne haben das wieder einigermaßen ausgeglichen, aber der Hit ist es noch nicht. Vor allem hatte ich in weniger als 10 Minuten gut zwei Liter Flüssigkeit erzeugt. Da muss ich ja drei Tage daran essen… Also die Mengen kann ich mehr als halbieren. Verwundert war ich allerdings, dass ich nicht einen Krümel Salz und keinen Pfeffer verwenden musste und diese Gewürze auch nicht vermisst habe.

Wie wäre es mit einem “Gesunddrink”, wie ich ihn mir morgens gut vorstellen könnte? Etwas Feldsalat, zwei Bananen, ein Stück Salatgurke, zwei Äpfel, eine Handvoll Cashewnüsse und etwas Zitrone – kein Zucker! DAS war eine Mixtur, die mir wirklich super gelungen ist. Schmeckt fantastisch, und ich habe das Gefühl schon nach einem kleinen Glas voll wirklich satt zu sein. Da ich schon wieder gut eineinhalb Liter gemixt habe, wanderte der Rest in den Kühlschrank. Ich bin gespannt, ob er ich ihn morgen immer noch so gut verquirlt vorfinde… Ich werde jedenfalls weiter berichten.

Samstag, 10. August 2013

Sprechender Hund

Die vertonten Tiervideos sind sooo klasse. Leider auf Englisch, aber vielleicht kriegt ihr ja doch das Meiste mit. Herrchen erzählt seinem Hund, dass er in einer Zoohandlung war, um dem Hund ein Katzenjunges zu kaufen… Das müsst ihr sehen!

 
Hund hätte sooooo gerne ein Kätzchen…

Mittwoch, 12. Juni 2013

Ein schlechtes Gewissen

Während ich eben so belanglos über meine dusseligen Erdbeeren geschrieben habe, hatte ich doch ein schlechtes Gewissen: Ich mache mir Gedanken über meine drei Gartenpflanzen, während in anderen Teilen unseres Landes ganze Existenzen von der Flut davongeschwemmt werden.

Normalerweise belasten mich Naturkatastrophen nur am Rande – weil sie doch stets irgendwo in der Welt stattfinden – weit weg von meinem idyllischen Tangstedt. Wir kennen hier keine Erdbeben, keine Wahnsinns Feuersbrünste, und auch Wirbelstürme fallen bei uns eher gemäßigt aus.

Umso mehr macht mich diese Flutkatastrophe betroffen. Als die ersten Meldungen aus Passau eintrafen dachte ich noch: Oh je, die Armen, kämpfen wieder mit dem Schmelzwasser aus den Bergen. Aber das sind die Passauer ja gewohnt. Wer hätte gedacht, dass sich daraus diese gigantische Flutwelle entwickeln würde.

Ich möchte nicht wissen, wie viele Tiere ertrunken sind. Wildtiere sowieso, aber auch Bauernhoftiere, die man einfach nicht schnell genug evakuieren konnte.

Flutkühe.

Bei uns soll es heute Nacht und morgen regnen. Ich bin froh darum, weil es hier so unglaublich trocken ist, dass es wahnsinnig staubt, der Boden auf der Wiese steinhart ist. Die Bauern haben die letzte Woche zur Heuen genutzt. Die Ernte ist zumindest in meiner Region exzellent ausgefallen. Das Gras stand bis zu den Oberschenkeln hoch und ist megatrocken eingefahren worden. Ich bin froh darum, denn andernorts wird es dieses Jahr wohl gar keine Ernte geben…

Während ich diese Zeilen schreibe bin ich sehr dankbar dafür, dass es mir und meinen Tieren so gut geht und ich allenfalls über schwüles Wetter klagen kann. Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft für die nächsten Wochen…

Sonntag, 30. Dezember 2012

Zum neuen Jahr

Für alle, die noch KEINE Vorsätze fürs neue Jahr haben, wie wäre es damit:

Der Lächler

Ein Mann, der immer sehr mürrisch schaute, ohne dass es ihm bewusst war, ging eines Tages an einem großen Spiegel vorbei, sah sich – und erschrak. Er dachte, wenn mich alle Menschen so sehen, das ist ja furchtbar, ich bin ja gar nicht so mürrisch wie ich aussehe.
Er beschloss in diesem Augenblick mehr zu lächeln, natürlich fiel ihm das schwer. Er vergaß es immer wieder, deshalb klebte er sich an alle möglichen Orte kleine Zettel, auf denen stand: “Lächle einfach”.

Seine erste Lektion, die er lernen musste, nachdem er das Lächeln konnte: “Mein Lächeln irritiert die Menschen”. Lächelte er zum Beispiel eine junge Frau an, die neben ihm im Auto an der Ampel wartete, so schaute sie weg, weil sie sich angemacht fühlte. Lächelte er einen Mann an, so stieß er auch auf sonderbare Reaktionen, die er mit ernstem Gesicht nicht kannte.

Lächeln mit Blickkontakt irritiert die meisten Menschen, da beim Lächeln die Augen viel Energie ausstrahlen. So viel Energie wird nur bei Menschen ausgestrahlt, die sich sehr nahe oder vertraut sind, war seine Erkenntnis. Also versuchte er nicht mehr, zwanghaft einen Blickkontakt aufzubauen.

Seine zweite Erfahrung war viel besser. Saß er zum Beispiel in einem Café und lächelte so vor sich hin, ohne einen Blick zu suchen, so spürte er, dass die Blicke der anderen Gäste immer häufiger zu ihm wanderten. Er konnte auch die Gedanken spüren: Erst, “Das ist ein Verrückter”, dann “Ist er frisch verliebt?”, dann “Warum lächelt der immer”. Diese dritte Frage brachte bei den anderen ganz viele Gedanken ins Rollen.

Oft geschah nichts, aber manchmal sprach ihn jemand an und mit dem konnte er “Blickkontakt mit Lächeln” aufnehmen, ohne missverstanden zu werden. Er war nämlich seit seiner Entscheidung “lächle einfach” der glücklichste Mensch. Ich verrate euch noch etwas: Er kann sein Lächeln gar nicht mehr unterdrücken.

Eine ehrliche Frage: Lächelt Ihr in diesem Augenblick?
Von der Autorin Lena Lieblich

Sonntag, 9. Dezember 2012

Mal wieder etwas total Lustiges!

 
Herrchen spricht mit seinem Hund…

Herrchen erzählt seinem Hund, was er alles Leckeres im Kühlschrank gefunden – UND GEGESSEN – hat. Der Hund ist fassungslos – und sagt es auch! Tolle Geschichte.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Ein Fall für die Versicherung

Hier ein  Beitrag, den ich auf Facebook gefunden habe. Er gefiel mir so gut, dass ich ihn hier poste, weil ich weiß, dass viele von euch nicht bei Facebook sind.

zaun

Diesen Text schrieb eine Versicherungsnehmerin an ihre Versicherung. Sie wurde aufgefordert, zu erklären, wie es dazu kommen konnte, dass ein Sturmschaden an ihrem Gartenzaun entstanden ist.

Er sorgte bei der Versicherung, in welcher meine Bekannte arbeitet für große Heiterkeit.

Sehr geehrte Damen und Herren!

Sie fordern eine Begründung, wie es dazu kam, dass mein Zaun von einem Sturm zerstört worden ist. Nach anfänglicher Ratlosigkeit, was man da wohl schreiben soll, ich dennoch gezwungen bin zu antworten, um meine Pflichten als Versicherungsnehmerin nachzukommen, trage ich nun ordnungsgemäß vor:

"Die Sonne wärmt die Luft weltweit unterschiedlich. Wo sie senkrecht auf die Erde trifft (am Äquator), wärmt sie stärker als da, wo sie schräg auftrifft (Nord- und Südpol). Und über Land wärmt sie stärker als über dem Meer. Aufgewärmte Luft dehnt sich aus, der Luftdruck wird an diesen Stellen höher (man nennt das "Hochs"). An kühleren Stellen bleibt der Luftdruck niedrig ("Tiefs").

Die Luft versucht, diese Druckunterschiede wieder auszugleichen: Sie strömt von Gebieten mit hohem Luftdruck in Gebiete mit niedrigem Luftdruck - je größer die Druckunterschiede sind, um so schneller bewegt sich die Luft. Mit 6 Km/h, nennt man das Wind. Ab 75 Km/h nennt man diese Bewegung Sturm, ab 118 Km/h Orkan.

So schnell ist die Luft aber nur bei extremen Druckunterschieden. Ein solcher Druckunterschied lag am Schadenstag über Deutschland vor. Zur Unglückszeit passierte schnelle Luft den Großraum Hessen, wobei sie auch durch Asterode und an meinem Haus vorbeikam.

Da mein Haus der schnellen Luft im Wege stand, sollte es weggepustet werden. Das jedoch ließ mein treuer Zaun nicht zu. Um das Haus zu schützen, hat sich mein armer Zaun mit aller Kraft gegen die schnelle Luft gestemmt. Es gelang ihm zunächst, sich und das Haus erfolgreich zu verteidigen, so dass die schnelle Luft gezwungen war, den Weg durch das Nachbarhaus zu nehmen. Als das große Dach des Nachbarhauses in einem Stück vorbeigeflogen kam, was nur in sehr seltenen Fällen vorkommt, muss mein Zaun erschrocken oder zumindest kurz abgelenkt gewesen sein.

Die schnelle Luft hat ihre Chance sofort genutzt und meinen treuen Zaun heimtückisch niedergedrückt. Der Held brach zusammen und starb noch am Boden liegend vor dem Haus, welches er jedoch immerhin erfolgreich beschützt hatte." Das ist meiner Ansicht nach der Vorgang, so wie er sich real zugetragen hat.

Es könnte jedoch auch weniger dramatisch gewesen sein und der Fall ist als ganz gewöhnlicher Sturmschaden zu behandeln, dem nichts hinzuzufügen ist, außer dass an dem Tag in Asterode - wie in ganz Deutschland - Sturm war.

Sollte weiterer Vortrag notwendig sein, Zeugenaussagen begehrt oder Ihrer Ansicht nach eine Obduktion des Zaunes erforderlich sein, stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen...

Dienstag, 13. November 2012

Zieht euch warm an…

Wenn ich mir das dicke Puschelfell meiner Pferde ansehe, bekommen wir einen megastrengen Winter. Zurzeit ist es ja sehr moderat und tagsüber sogar trocken mit manchmal ein bisschen Sonne. Aber wie wird der Winter wirklich? eine wirkliche Wetterprognose bekommen wir ja noch nicht. Da habe ich mal in den 100-jährigen Kalender geschaut und der lässt Schlimmes erahnen:

Hier erst einmal der November:
1. - 3.    schöne Zeit
4. - 5.    großer Wind
6. - 7.    Regen
8. - 15.  wieder schön, doch bisweilen Nebel und trüb
16.         fällt Frost ein
17. - 26. bald trüb, bald wieder gefroren
27. - 30. andauernd Regen

Der Dezember:
1.          wirft auf den nassen Erdboden großen Schnee und wintert auf einmal zu
2. - 4.    großer Wind und ungestüm
5.           wieder großer Schnee
6.           hellt sich auf
7. - 19.   wird es sehr grausam kalt
20. - 28. weiches Wetter mit Regen, geht unterdessen bei uns der erste Schnee hinweg,
              im Bergland bleibt er liegen
29. - 31. schneit es wieder zu, folgt nun grimmige Kälte

Und wie geht es im Jahr 2013 weiter?

Januar:
Anfangs schneit es. Dann aber bis zum 29. beständige, starke Kälte, ohne Niederschläge.
30. stürmisch mit Niederschlägen.

Februar:
Der Monat fängt trüb an.
Vom 4. - 6. trüb und kalt.
Am 7. schön, dann stürmisch und regnerisch.
13. Schnee und große Kälte bis zum 03. März.

März:
4. Regen
5. Schnee, dann Kälte bis zum 20.
An diesem Tag sehr stürmisch. Und stürmisch bleibt es auch bis zum 29.
Am 30. Regen

April:
1. - 15. ist es kalt und trocken und unfreundlich
16. und 17. kann große Kälte kommen und im Garten erfrieren die Pflanzen
18. - 23. wird es etwas wärmer
24. - 25. schön lieblich warm
26. erster Donner
27. bis zum Ende: schön lieblich, warmes Wetter.

Nun ja, vielleicht wird der Winter ja doch ein wenig milder, und ich muss mir nicht so viel Sorgen machen um meine Wasserleitungen. Ein Jahr ohne Wasserrohrschäden hätte ja mal was…

Sonntag, 21. Oktober 2012

Herbstimpressionen im Stall Schöpke – eingefangen von Kerstin

Kerstin war von den tollen Eindrücken bei milder Herbstluft so angetan, dass sie ein paar Fotos mit ihrer Kamera gemacht hat. Die will ich euch nicht vorenthalten. Also: Bilder – fast ohne Worte!

Der Reitplatz - - frisch geharkt und vom Laub befreit
Hier sieht man es schon: die Bäume werden schütter Prachtvoll: Die uralte Eiche, die Rasga so sehr als “Kraftort” liebt…
Frieden! Mit zufriedenen Pferden Rasgas “Balkon” mit den Heilsteinen in der Ecke…
Rasga muss auch mit rein Na gut, dann komme ich halt!
IMG_1097
Cera Donovan
Cera Der gute Dango
Donovan ganz nah. Cera muss jetzt rein, aber Julia hat so ihre Mühe, sie vom Grasen abzuhalten.

Der lustige Asterix ist auf den Bildern nicht drauf, weil seine Lena mit ihm im Gelände war.

Freitag, 31. August 2012

Nachtgruß an meine Leser

Wir haben Vollmond. Als ich die Pferde heute Abend nach dem Abendessen für die Nacht auf die Weide gelassen habe, leuchtete er mir den Weg. Es sieht fast so aus, als brenne draußen eine Riesenlaterne – bei sternenklarer Nacht.
Das hat mich bewogen, noch einmal dieses selbstgemachte Video herauszusuchen mit einem der schönsten Stücke deutscher Volksmusik. Lehnt euch zurück und genießt es. Es singt übrigens das Calmus-Ensemble. Klickt auf das Foto!

Ich wünsche euch eine wundervolle, geruhsame Nacht und ein wunderschönes Wochenende!